Lohnausfall

Krankengeld/Kinderkrankengeld

Bei Arbeitsunfähigkeit übernimmt Ihre GKV den Verdienstausfall, wenn die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber ausläuft: Sie zahlt das gesetzlich höchstmögliche Krankengeld, 70 % Ihres letzten beitragspflichtigen Arbeitsentgelts, maximal aber 90 % Ihres Nettoarbeitsentgelts bis zum kalendertäglichen Höchstsatz. Bei der Berechnung der Krankengeldhöhe werden auch die Einmalzahlungen, z. B. Weihnachtsgeld, berücksichtigt, für die Beiträge entrichtet wurden. Außerdem übernimmt Ihre GKV in der Regel die Hälfte der Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, die von dem Krankengeld zu zahlen sind. Der Krankengeldbezug wegen derselben Krankheit ist auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren begrenzt.

Versicherte haben auch Anspruch auf Krankengeld, wenn sie laut ärztlichem Zeugnis zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und mitversicherten Kindes der Arbeit fernbleiben müssen, keine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind betreuen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Für jedes Kind besteht ein Anspruch von längstens 10 Arbeitstagen pro Jahr, für alleinerziehende Versicherte von 20 Arbeitstagen.

Besonderheiten während der Coronapandemie

Im Jahr 2021 besteht für jedes Kind je Elternteil längstens für 20 Arbeitstage (Alleinerziehende: 40 Arbeitstage) ein Anspruch auf Kinderkrankengeld, bei mehreren Kindern längstens für 45 Arbeitstage (Alleinerziehende: 90 Arbeitstage).

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V besteht im Jahr 2021 auch dann, wenn die Kinderbetreuungseinrichtung (Kita), Schule oder Einrichtung für Menschen mit Behinderung zu Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen ist oder für die Klasse oder Gruppe ein Betreuungsverbot ausgesprochen wurde oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt ist bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wurde.

Ist es aufgrund eines der vorgenannten Fälle erforderlich, der Arbeit fernzubleiben um das Kind zu betreuen, zu beaufsichtigen oder zu pflegen, ist dieser Antrag auszufüllen und bei der Krankenkasse des betreuenden Elternteils einzureichen. Erfolgt hingegen die Betreuung, Beaufsichtigung oder Pflege eines erkrankten Kindes, ist der Krankenkasse eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (sogenanntes Muster 21) vorzulegen.

 

Den Antrag auf das durch die Pandemie verursachte Kinderkrankengeld finden Sie hier:

Antrag_KiKG.pdf (792,6 KiB)
Ansprechpartner: Arbeitsunfähigkeit, Krankengeld und Mutterschaftsgeld

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