Butter selbst herstellen: Schon probiert?

Möchten Sie statt Supermarktware einmal Ihre eigene Landbutter selbst herstellen? Dann benötigen Sie nur eine einzige Zutat: Sahne.

So geht’s: Die Sahne in ein sauberes Schraubglas geben, Deckel zuschrauben und dann schütteln – und zwar ungefähr zehn Minuten, so lange, bis sich ein gelber Klumpen bildet. Das ist Butter. Wem das zu anstrengend ist, kann die Sahne auch in schmales, hohes Gefäß geben und ein Handrührgerät benutzen, bis sich das gelbe Fett absetzt.

Beim Schütteln oder Rühren haben sich die kleinen Milchfettkügelchen zusammengeballt. Sie schließen Wasserreste mit ein. Das nennt man eine Wasser-in-Fett-Emulsion. Das Wasser, das übrig bleibt, ist die sogenannte Buttermilch. Das ist bei der heimischen Butterfabrikation genauso wie bei der industriellen Herstellung. Verglichen mit handelsüblicher Buttermilch, schmeckt die eigene Variante aber weniger sauer.

Wer die selbst gemachte Butter etwas fester mag, kann sie noch kneten. Dabei werden die letzten Reste der Buttermilch abgeschieden. Übrig bleibt eine geschmeidige, aromatische Buttermasse mit einem Fett-Wasser-Verhältnis von etwa 80 zu 20.

Der hohe Wassergehalt ist übrigens auch ein Grund, weshalb sich Butter nicht so gut zum Braten eignet, denn das Wasser spritzt, wenn es zu heiß wird. Der zweite Grund sind die Milcheiweiße, die in der Butter verbleiben. Sie verbrennen bei starker Hitze. Wer mit Butter braten möchte, sollte lieber zu Butterreinfett greifen. Das gibt es im Supermarkt, oder man kann es – natürlich – auch selbst aus Butter herstellen: Einfach eine handelsübliche Butter sachte erhitzen. Dabei flockt das Milcheiweiß aus. Es kann mit einer Kelle abgeschöpft oder durch ein feines Sieb abgefangen werden. Das Butterreinfett in einem Schraubglas fest werden lassen, fertig.

Quelle: Dr. Christina Rempe, www.bzfe.de

Foto: © Sea Wave - stock adobe

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