Die zehn peinlichsten Beschwerden

Chlamydien, Blähungen, Durchfall: In den Medien gibt sich die Gesellschaft offen und spricht ausführlich über Beschwerden, über die in der Vergangenheit lieber der Mantel des Schweigens gebreitet wurde. Aber wie leicht fallen uns diese Themen, wenn wir selbst betroffen sind?

Die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung unter je 751 Männern und Frauen im Auftrag der Online-Arztpraxis Zava zeigen: Mehr als jeder Dritte hat sich schon einmal für seine Beschwerden geschämt, Frauen häufiger als Männer. Zwei von fünf Betroffenen schränkt Scham im Alltag ein.

Ganz oben auf der Liste der peinlichsten Beschwerden stehen Mund- und Achselgeruch (38 %), schlechte Zähne (34 %), übermäßiges Schwitzen und Blähungen (je 29 %), gefolgt von Läusen (26 %) und Pilzinfektionen im Intimbereich (25 %). Aber auch Inkontinenz und Geschlechtskrankheiten, Durchfall, schlechte Zähne und fettiges oder schuppiges Haar zählen zu den Top Ten der peinlichsten Beschwerden. Aber warum schämen wir uns für derartig natürliche und verbreitete Symptome? Warum fällt es uns leichter, über Kopfschmerzen zu sprechen als über Brechdurchfall?

Beverley Kugler, Ärztliche Leiterin Deutschland der Online-Arztpraxis Zava, erklärt, was es mit der Scham auf sich hat: „Besonders vermeintlich selbstverschuldete Krankheiten werden von vielen als peinlich empfunden. Hinter dem Schamgefühl steht also häufig die Angst, von anderen verurteilt zu werden. Bei Mundgeruch, schlechten Zähnen oder starkem Schwitzen befürchten Betroffene beispielsweise, für eine mangelnde Hygiene verurteilt zu werden. Dabei können den Beschwerden verschiedene Ursachen zugrunde liegen. Auch Erkrankungen, die Geschlechts- und Ausscheidungsorgane betreffen, gelten oft als peinlich. Sie zählen zum Intimbereich, der gesellschaftlich lange mit Scham besetzt war – und in vielen Kulturkreisen auch noch heute ist.“ Die gute Nachricht: Die Angst, von anderen für Beschwerden verurteilt zu werden, finden nur 27 % der Befragten in der Praxis bestätigt.

Eine Erkrankung, die wir als peinlich empfinden, kann jedoch schnell zu einer psychischen Belastung werden, auf die Stimmung schlagen oder den Alltag zum Spießrutenlauf machen. Oftmals hilft es hier, über ein Problem zu reden. Doch nur knapp jede sechste Frau und jeder fünfte Mann suchen den Dialog – auch mit dem Arzt.

„Egal, ob Achselschweiß oder Akne, Parodontose oder Pilzinfektionen, scheuen Sie sich nicht, medizinischen Rat zu suchen. Für Ärzte oder Apotheker ist es selbstverständlich, über gesundheitliche Probleme zu sprechen – genau dafür sind wir da. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Beschwerden von einem Experten abklären lassen”, rät Beverley Kugler.

Quelle: www.zavamed.com/de

Foto: © Wayhome Studio, Stock Adobe

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