Elf Prozent der Frauen rauchen während der Schwangerschaft

Das mütterliche Rauchen während der Schwangerschaft stellt für die Entwicklung des ungeborenen Kindes ein hohes Risiko dar: Schwangerschaftskomplikationen wie Fehl-, Früh- und Totgeburten treten bei Raucherinnen vermehrt auf. Die im Tabakrauch enthaltenen Schadstoffe gelangen über die Plazenta in den Blutkreislauf des Ungeborenen, beeinträchtigen dessen Sauerstoffversorgung und hemmen so zentrale Wachstums- und Reifungsprozesse. Daher sind Neugeborene rauchender Mütter im Durchschnitt kleiner und leichter als Kinder von Nichtraucherinnen. Auch angeborene Fehlbildungen und plötzlicher Kindstod treten häufiger auf, ebenso wie Asthma, Mittelohrentzündungen, Übergewicht und Verhaltensauffälligkeiten in den Folgejahren.

Ein Rauchstopp vor oder während der Schwangerschaft kann diese Risiken deutlich reduzieren. Mehrere Gesundheitsprogramme und ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft haben dieses Vorhaben vorangebracht: Lag im Zeitraum 1995–1997 der Anteil rauchender Schwangerer bei 23,5 %, so verringerte er sich 2007–2011 auf 11,2 %. Wie das Robert Koch-Institut mitteilt ist die Zahl mit 10,9 % (2014–2017) erneut leicht gesunken. Die höchsten Werte finden sich bei Müttern mit Migrationshintergrund, jungem Alter und geringem sozioökonomischen Status. Die Bemühungen um eine rauchfreie Schwangerschaft gehen unterdessen weiter.

Quelle: www.rki.de

Foto: © highwaystarz - stock.adobe

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