Erkältung im Sommer? Viren nehmen keinen Urlaub!

Erkältungen vermutet man eher in der kalten Jahreszeit. Doch treten sie im Sommer viel häufiger auf als angenommen. Denn ständig kursieren entsprechende Viren in unserer Umgebung. "Viren nehmen keinen Urlaub; sie leben in unsere Umwelt das ganze Jahr über", erklärt Dr. Michael Cohen, Spezialist für Infektionskrankheiten am UCLA Health-Santa Clarita, USA.

"Aber es sind verschiedene Stämme, die zu verschiedenen Jahreszeiten aktiv sind. Erkältungen im Sommer werden in der Regel durch das Enterovirus oder Adenovirus verursacht, während das typische Erkältungsvirus im Winter das Rhinovirus ist, und dann zugleich die Influenza-Viren verbreitet sind."

Wer sich im Sommer erkältet, leidet allerdings häufig stärker darunter und entwickelt mehr Symptome als im Winter. So verursachen beide Arten von Erkältungen eine laufende Nase und Probleme mit den oberen Atemwegen. Sommerviren können zudem den ganzen Körper beeinflussen, nicht nur die Nase. Die Erreger können grippeähnliche Symptome sowie Magen-Darm-Probleme auslösen, und es kann auch zu etwas Fieber hinzukommen.

Die „Sommergrippe“ verbreitet sich auch anders als die Erkältung oder Grippe im Winter. Während sich die meisten Menschen aufgrund der Kälte im Winter in geschlossenen Räumen aufhalten und sich über infizierte Atemtröpfchen anstecken, werden Sommerviren durch Kontakt mit Körpersekreten verbreitet. Insbesondere Kinder sind oft Überträger.

"Vorbeugen kann man gegen Erkältungen im Winter wie im Sommer auf die gleiche Weise: häufig und gründlich die Hände waschen und sich von Menschen fernhalten, die krank sind", rät Dr. Cohen.

Darüber hinaus tauchen gelegentlich auch im Sommer Influenzavieren auf, die von Reisenden unwissentlich „mitgenommen“ werden. "Mit einer Sommer-Erkältung und Grippe können Sie sich wirklich miserabel fühlen", sagt Dr. Cohen.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: Maksymiv Iurii - stock.adobe.com

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