Fitmacher Feldsalat

Die Blättchen des Feldsalats mögen bescheidene Ausmaße haben, bringen aber jede Menge Power für unsere Gesundheit. Und lecker sind sie natürlich außerdem! Dazu braucht es keinen nitratbelasteten Treibhaussalat oder teure Importe. Denn die von den Österreichern liebevoll „Vogerlsalat“ getauften, aromatischen Pflänzchen haben Saison. Nach wie vor werden sie per Hand geerntet. Auf den Markt kommt Feldsalat büschelweise mitsamt den feinen Wurzeln. Sie machen zwar beim Putzen etwas Arbeit, sorgen aber dafür, dass er schön knackig bleibt.

Minustemperaturen kein Problem

Unter den Blattsalaten ist Feldsalat schon wegen seiner Robustheit einzigartig. Denn im Gegensatz zu all seinen Konkurrenten verträgt er problemlos Temperaturen bis zu minus 15 Grad.

Generell unterscheidet man eine Sorte mit relativ großen Blättern und die kleinblättrige, meist intensiv dunkelgrüne und von Kennern am meisten geschätzte Variante. Die Hauptanbaugebiete liegen in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Ursprünglich ein Unkraut am Wegesrand

Auch wenn Feldsalat in beinahe ganz Nord- und Osteuropa bekannt und beliebt ist – seine eigentliche Heimat liegt in Eurasien. In diesem Gebiet, das von den Kanaren über Nordafrika bis zum Kaukasus reicht, wächst er bis heute wild am Wegesrand. Kultiviert wird er erst seit dem vorigen Jahrhundert.

Feldsalat vom Freiland bekommt man ab Oktober bis etwa März oder April. Je nach Sorte überzeugt er mit knackigem Biss und einem intensiven und würzigen Geschmack. In der Schweiz heißt er aufgrund seines Aromas auch Nüsslisalat.

Wie gesund ist eigentlich Feldsalat?

Feldsalat hat nach der Petersilie den höchsten natürlichen Eisengehalt von allen Gemüse- und Kräutersorten! Damit nicht genug, bringt er es auf 35 mg Vitamin C pro 100 g und steht damit an der Spitze der Salatgemüse. Wie alle grünen Gemüse kann Feldsalat obendrein mit einer dicken Portion Provitamin A glänzen, das auf Augen und Haut günstig wirkt: In 100 g stecken 663 Mikrogramm davon, und dies bei nur 14 Kalorien. Eine Besonderheit sind außerdem die enthaltenen ätherischen Baldrian-Öle, die ihn zu einer echten Nervennahrung machen. Dazu trägt auch der beachtliche Gehalt an nerven- und muskelstärkendem Magnesium sowie Phosphor und Kalzium bei. Ob Sie Feldsalat mit großen oder kleinen Blättern wählen, ist dabei Geschmackssache. In beiden Fällen kommt es vor allem auf die Frische an, die Sie an der leuchtend grünen Farbe erkennen. Gelbe oder welke Blättchen deuten auf Überlagerung hin.

Lagerung: Erst waschen, dann Kühlschrank

So robust er Minustemperaturen auf dem Freiland erträgt – nach der Ernte wird Feldsalat sensibel und welkt relativ schnell. Wenn Sie ihn nicht gleich nach dem Kauf verwenden, sollten Sie ihn darum putzen, waschen und leicht feucht locker in einen Gefrierbeutel geben. So vorbereitet, bleibt Feldsalat im Gemüsefach des Kühlschranks noch etwa 2–3 Tage frisch.

Frischer Feldsalat macht etwas Mühe, aber sie lohnt sich: Zunächst putzen und von jedem Pflänzchen unten die feinen Wurzeln abschneiden. Anschließend bekommt der Feldsalat ein gründliches, aber kurzes Bad in reichlich kaltem Wasser, damit Erde und Sand sich restlos absetzen. Dann abtropfen oder schonend schleudern. Häufig wird Feldsalat bereits entsprechend vorbereitet angeboten, hält sich dann jedoch deutlich kürzer.

Zubereitung: am besten herzhaft

Tipp: Der Feldsalat wird besonders knackig-frisch, wenn Sie ihn nach der Vorbereitung noch für 10 Minuten in den Kühlschrank legen – so haftet auch danach das Dressing besser! Übrigens, auch bei Feldsalat gilt: Mischen Sie das Dressing immer erst kurz vor dem Anrichten unter die Blättchen, sonst fallen sie schnell zusammen.

Besonders aus Süddeutschland und Österreich stammen viele leckere Rezepte für Feldsalat. Verlockende Beispiele sind unter anderem der bayerische Kartoffelsalat, bayerischer Feldsalat mit Käse, steirischer Salat mit Kürbis, Feldsalat mit Emmentaler und gebackene Schwarzwurzeln auf Feldsalat. Aber auch hoch im Norden hat das gesunde Wintergemüse seine Fans, wie nicht zuletzt der Bornholmer Feldsalat mit Räucherlachs und Ei beweist.

Da Feldsalat von Haus aus ein kräftiges Aroma besitzt, verträgt er auch intensiv schmeckende Zutaten. Als Dressing passen darum am besten Vinaigrettes aus Nussölen und aromatischem Essig wie Balsamico oder Himbeeressig.

Quelle: EAT SMARTER, Portal für ausgewogene Ernährung, Fitness und Gesundheit, www.eatsmarter.de

Foto: © efired - stock.adobe

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