HPV-Impfung zeigt Erfolge

Vor elf Jahren wurde die HPV-Impfung für angehende Jugendliche (heute: Alter von 9–14) eingeführt. Der Grund: Die sexuell übertragbaren HPV-Viren (Humanen Papillom-Viren) sind wesentlich an der Bildung von Genitalwarzen beteiligt, die entarten und z. B. Gebärmutterhalskrebs, aber auch Krebs im Mund-Rachen-Raum verursachen können. Hierbei werden verschiedene Virenstämme unterschieden.

Eine aktuelle amerikanische Studie belegt nun, dass die krebsvorbeugende Impfung einen wirksamen Schutz gegen die Virusstämme und auch einen Herdenschutz bietet. Herdenschutz bzw. Herdenimmunität bedeutet, dass auch Nichtgeimpfte durch die Impfung anderer in ihrem Umfeld einen gewissen Schutz erhalten. Die Studie „Human Papillomavirus Vaccine Effectiveness and Herd Protection in Young Women“ untersuchte die Entwicklung von HPV in der Region Cincinnati von 2006 bis 2017. Dazu werteten Forscher des Cincinnati-Kinderkrankenhauses die Daten von 1.580 Mädchen und jungen Frauen im Alter von 13–26 Jahren aus, die sexuell aktiv waren. Im Verlauf des Untersuchungszeitraums stieg die Impfrate von 0 % auf 84,3 %. Die Studie stellte in diesem Zuge eine deutliche Abnahme der verschiedenen HPV-Stämme bei Frauen mit HPV-Impfschutz fest. Sie ergab aber auch, dass bei den ungeimpften Frauen die betreffenden Virusstämme deutlich abnahmen. Dies weise auf einen Herdenschutz oder eine Herdenimmunität in dieser Gemeinschaft hin, so die Autoren.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: Cookie Studio, AdobeStock

Zurück