Kinderfreundlicher Garten: Machen Sie den Check!

Halten sich Kinder unter acht Jahren in Ihrem Garten auf? Dann sollten Sie prüfen, ob er auch wirklich kindersicher ist, und Gefahrenquellen kritisch unter die Lupe nehmen. Denn Augen und Hände der Kinder begegnen dem Freibereich auf eine ganz eigene Art.

Wichtige Fragen sind: Was ist durch Kinderhände erreichbar? Kann das Kind sich an scharfen, spitzen oder harten Oberflächen verletzen, evtl. auch einklemmen? Welche Hindernisse gibt es für wackelige Schritte (Löcher, Begrenzungen, Steine)? Fällt das Kind weich, auf Beton oder spitze Steine? Sind alle Pflanzen im Garten ungiftig? Achten Sie insbesondere auf solche, die hübsche, aber giftige bunte Beeren ausbilden, wie Eibe, ältere Efeupflanzen, Liguster, Pfaffenhütchen oder Aronstab. Bis auf Efeu (Blätter nur gering giftig) hat keine dieser Pflanzen in der Nähe von Kindern etwas zu suchen, ebenso wie Maiglöckchen, Goldregen oder Rittersporn. Wenn Kinder giftige Pflanzenteile (mutmaßlich) verschluckt haben (häufig unbemerkt), rufen Sie den ärztlichen Notdienst oder zentralen Giftnotruf (030/192 40) an. Tödliche Giftunfälle mit Pflanzen sind zum Glück sehr selten. Die berüchtigten „Vogelbeeren“ der Eberesche sind übrigens ungiftig.

Auch Regentonne, Springbrunnen oder Teich gehören nicht in die Reichweite von Kindern. Denn sie können bereits in 30 cm tiefem Wasser ertrinken. Gartenwerkzeug und -geräte sollte man nach Gebrauch sicher wegschließen und auf alle giftigen Substanzen wie Dünger oder Pestizide verzichten. Hat die Witterung an Schuppen, Konstruktionen, Ästen und Spielgeräten genagt? Ist nichts brüchig, und sitzen alle Schrauben fest. Bei Neukauf eignen sich nur Spielgeräte mit TÜV-Plakette oder GS-Zeichen. Achten Sie auch auf einen sicheren Standort für Ihren Grill. Kinder sollten bis etwa zum 11. Lebensjahr, solange er heiß oder in Betrieb ist, immer ausreichend Abstand dazu halten.

Der Garten sollte umzäunt (1,5 m) und Löcher im Zaun geflickt sein, damit das Kind nicht auf andere Grundstücke oder Verkehrsflächen gerät. Spitzen- und stachelbewährte Modelle sind jedoch für Kinder ebenso ungeeignet wie Jägerzäune. Kann das Kind Türen allein öffnen?

Kleiner Gartencheck

  • Wie sicher sind Stufen, Treppen, Übergänge und Spielgeräte (TÜV-Plakette?)?
  • Liegen Gartenwerkzeuge und -geräte, Folien/Tüten oder Seile herum oder sind für Kinder erreichbar?
  • Sind alle Pflanzen im Garten essbar?
  • Können sich Kinder an Dornensträuchern wie Brombeere, Berberitze, Schlehe oder Feuerdorn verletzen? Gibt es sonstige Verletzungsmöglichkeiten (z. B. Steinkanten oder Zaunpfosten in Kopfbreite oder mit Spitzen)?
  • Welche Gegenstände und Gebäude können das Kind zum Klettern animieren (Leitern, Geländer, Zäune, Mauern, Gartenmöbel, Schuppen)?
  • Sind Bäume zum Klettern geeignet und brüchige Äste entfernt?
  • Ist der Garten zeckenfrei und sicher umzäunt (1,5 m, z. B. Maschendraht)?
  • Ist das Kind gegen Tetanus geimpft (Tetanusbakterien können über kleine Verletzungen in den Körper gelangen)?
  • Vermeiden Sie offenes Wasser (z. B. Regentonne, Springbrunnen, Teich), Pestizide und Kunstdünger (auch Behältnisse).
  • Verwenden Sie einen Grill, sollte dieser nicht im Weg stehen und im Betrieb nicht für Kinder erreichbar sein.

Tipp: Mit Obstbäumen, Gemüse, Kräutern, Wiesenblumen, Nistkästen, Biokompost und viel unversiegelter Fläche machen Sie Ihren Garten für Kinder zu einem Ort der Entdeckung.

Foto: © Natallia Vintsik - stock.adobe.com

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