Kürbis – perfekte Winterkost

Was früher als „Kriegsgemüse“ galt, findet heute immer mehr Anklang: Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Erntemenge von Speisekürbissen in Deutschland auf mehr als 86.000 Tonnen verdoppelt. Ob Hokkaido, Butternuss oder Gelber Zentner: Sie alle sieht man immer häufiger auf deutschen Äckern.

Egal welche Sorte: Kürbis ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien. 100 g Fruchtfleisch enthalten durchschnittlich 91 g Wasser, 5 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe, 1 g Eiweiß, 304 mg Kalium, 22 mg Kalzium, 12 mg Vitamin C, 1,1 mg Vitamin E, 0,8 mg Vitamin A und 0,7 mg Vitamin B. Die Carotinoide – eine Vitamin-A-Vorstufe – wirken als Antioxidantien der Bildung freier Radikale im Körper entgegen. Kürbissamen – diese lassen sich einfach kauen – zählen aufgrund ihrer Phytosterine zu den besten pflanzlichen Heilmitteln gegen Prostatavergrößerung und Reizblase und fanden als Extrakt Eingang in viele Arzneimittel. Wegen seines niedrigen Kaloriengehalts gilt der Kürbis überdies als Schlankmacher.

Das meist orange- oder rotfarbene Fruchtfleisch kann fest oder weich sein. Je nach Gattung und Sorte schmeckt es nussig, hat eher einen fruchtigen Geschmack oder erinnert an Maroni. So vielfältig wie der Geschmack gestalten sich auch die Zubereitungsmöglichkeiten: Das Kürbisfleisch lässt sich z. B. in Suppen, Aufläufen, Salaten, Kuchen, Kompott und Marmeladen verarbeiten. Lecker schmecken auch geröstete Kürbiskerne.

Beim Hokkaido darf die Schale mitgegessen werden. Er wird gewaschen, mit einem stabilen, schweren Messer halbiert und anschließend, beispielsweise mit Käse gefüllt, gegart und kurz vor dem Verzehr in Scheiben geschnitten. Das funktioniert auch mit dem Butternuss-Kürbis. Bei ihm wird das gegarte weiche Fruchtfleisch mit einem Messer von der nicht essbaren Schale getrennt oder mit einem Löffel abgenommen. Alternativ wird die Schale vor dem Garen mit einem Sparschäler entfernt. Andere Kürbisarten eignen sich natürlich ebenfalls zum Essen. Da ihr rohes Fleisch sehr hart ist, müssen sie jedoch zuvor in kleinere Stücke geschnitten werden.

Die Zubereitung im Ofen ist besonders einfach, am besten in einer Auflaufform. Die Kürbisscheiben werden mit Öl beträufelt und je nach Geschmack mit Curry, Ingwer und Chili oder Paprika gewürzt. Knoblauch und Pfeffer machen sich immer gut. Die Garzeit ist abhängig von der Kürbisart, der Größe der Stücke und der Temperatur. Sie sollte nicht über 180° Grad Celsius liegen.

Quellen: www.bzfe.de, www.ble.de, www.fkm-verlag.de

Foto: photocrew - stock.adobe.com

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