Kurzsichtig durch Smartphone: Pausen für die Augen

Die Zahl der kurzsichtigen Menschen steigt weltweit: Im Jahr 2050 wird die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Studie aus dem Jahr 2016.

Vor allem in Südostasien, in Ländern wie Singapur, Hong-Kong Taiwan oder China, steigt die Zahl der Kurzsichtigen besonders schnell. Dort werden, wenn der Trend sich fortsetzt, Im Jahr 2050 80–90 % aller Teenager kurzsichtig sein. Die Studienautoren machen dafür Umwelteinflüsse und Lebensstil verantwortlich: Immer weniger Zeit wird draußen verbracht, immer mehr Zeit dafür in Räumen mit künstlichen Lichtquellen. Durch das hochintensive Bildungssystem verbringen bereits sehr kleine Kinder viel Zeit in geschlossenen Räumen.

Entscheidend ist anscheinend die Qualität des Lichts: Je weniger direktes Tageslicht das Auge aufnimmt, desto mehr wird das Längenwachstum des Augapfels angeregt. Ein zu langer Augapfel ist die häufigste Ursache für Kurzsichtigkeit. Doch auch die Nutzungsgewohnheiten des Smartphones scheinen dazu zu führen. Denn häufig wird das Smartphone viel zu nah ans Gesicht gehalten. An diese Verhaltensänderung scheint der Augapfel sich anzupassen – in Form von Kurzsichtigkeit.

Zwar gibt es Brillen und Kontaktlinsen. Aber je höher die Fehlsichtigkeit, desto höher ist auch das Risiko für andere Augenerkrankungen wie Makuladegeneration oder Grauer Star. Daher gilt es, einer Fehlsichtigkeit schon so früh wie möglich vorzubeugen – insbesondere durch „Smartphone-Fasten“ und mindestens zwei Stunden täglich im Freien.

Quelle: EAT SMARTER, Portal für ausgewogene Ernährung, Fitness und Gesundheit, www.eatsmarter.de

Foto: © chinnarach - stock.adobe

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