Nahrungsmittelunverträglichkeit: Wie erkennen?

Nicht jedes Nahrungsmittel eignet sich für jeden. So reagieren die meisten Asiaten auf Milchprodukte und Alkohol, die meisten Europäer auf den Geschmacksverstärker Glutamat in größeren Mengen mit Beschwerden. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten kommt es durch nicht abgebaute Nährstoffe zu Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Durchfällen, Übelkeit, evtl. auch Kopfschmerzen und Allgemeinsymptomen, meist Minuten bis Stunden nach der Mahlzeit. Auf Dauer kann sich eine Darmentzündung mit möglichen Mangelzuständen (z. B. Blutarmut) und Allgemeinsymptomen entwickeln.

Ursache unbekannt? Machen Sie den Auslasstest!

Über Unverträglichkeiten und Allergien liefert der Auslasstest Auskunft, den man selbst durchführen kann: Über 14 Tage werden fragliche Nahrungsmittel (z. B. Milchprodukte) strikt gemieden und daraufhin wieder zugeführt. Wenn dann deutliche Symptome auftreten, ist der Übeltäter wahrscheinlich identifiziert. Halten Beschwerden an, sollte man eine ärztliche Untersuchung vornehmen lassen.

Schwer verdaulicher Zucker: Laktose und Fruktose

Der häufigste Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist Laktose (Milchzucker), die sich v. a. in Säugetier-Muttermilch findet. Sie wird beim Säugling durch das Enzym Laktase zu Galaktose und Glukose abgebaut. Später fehlt jedoch vielen Menschen dieses Enzym. Bei ihnen wird Laktose im Dickdarm zu Milchsäure, Methan und Wasserstoff vergoren. Lediglich Hartkäse ist weitgehend unproblematisch (z. B. Gouda, Emmentaler, Edamer).

Fruktose (Fruchtzucker) ist neben Obst auch in Honig und Haushaltszucker in größerer Menge enthalten. Rund ein Drittel der Bevölkerung kann sie nicht richtig verwerten.

Zöliakie: Wenn Weizen den Darm angreift

Weizen wird in westlichen Kulturen den meisten Mahlzeiten beigemengt. Sein Klebereiweiß Gluten hält Teig zusammen, enthält jedoch Gliadine, die bei Unverträglichkeit eine Darmentzündung auslösen. Dies gilt auch für Dinkel, Gerste, Roggen und Hafer. Man spricht von Zöliakie (auch Sprue), die ca. 0,5 % der Bevölkerung betrifft.

Kater nach einem Glas Rotwein? Histamin-Intoleranz

Histamin dient als körpereigener Entzündungsbotenstoff. Empfindliche Menschen (ca. 1 %) reagieren auch auf Histamin in der Nahrung. Größere Mengen finden sich z. B. in Sauerkraut, Räucherfleisch, Meeresfrüchten, Käse, Bier und Rotwein. Zu den Symptomen zählen Hautstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel bis hin zu allergischen Symptomen wie Asthma, Wassereinlagerungen, Blutdruck- oder Pulsanstieg.

Glutamat: Krank nach Chinafood?

Der in Asien verbreitete Geschmacksverstärker Glutamat, der in Europa v. a. in Fertiglebensmitteln (Soßen, Würze, Chips) und China-Restaurants zum Einsatz kommt, wird von manchen Europäern schlecht vertragen. Folge sind vorübergehende Hautstörungen (Rötung, Jucken), Hitzeempfindung, Kopfschmerzen und Übelkeit.

Quelle: www.text-gesundheit.de

Foto: © Printemps - stock.adobe.com

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