Plastikgeschirr kann Schadstoffe abgeben

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt davor, dass Bestandteile von Kunststoff-Küchenutensilien aus Polyamid wie Kochlöffel, Pfannenwender, Boxen oder Schneebesen in Lebensmittel übergehen können. Dabei handele es sich um Oligomere, so das BfR. Dies sind Verbindungen, die sich aus wenigen gleichartigen Molekülen einfacher Kunststoffbausteine zusammensetzen und unbeabsichtigt bei der Kunststoffherstellung entstehen.

Basierend auf neuen Daten zur Toxizität stufen die BfR-Experten die untersuchten Verbindungen PA 6 und PA 6,6 zwar nicht als genotoxisch (Schädigung der Erbsubstanz) ein. Dennoch treten in hohen Dosen schädliche Effekte in der Leber und Schilddrüse auf. Verbrauchern empfehlen die Experten, bei der Verwendung von PA-Küchenhelfern den Kontakt zwischen Kunststoff und Lebensmitteln, insbesondere bei Temperaturen über 70 °C so kurz wie möglich zu halten.

Alternativ gibt es Küchenhelfer aus Edelstahl, Glas, Keramik und Holz. Glas und Keramik sind zudem sehr hitzebeständig und daher eine gute Alternative zu Kunststoffgefäßen, um zum Beispiel Speisen in der Mikrowelle zu erwärmen. Edelstahl ist ebenso wie Glas als Vorratsbehältnis auch zum längeren Aufbewahren von Lebensmitteln gut geeignet. Aus Holz gibt es beispielsweise Kochlöffel, Pfannenwender und Schneidebretter.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

Foto: © Svetlana Belozerova - stock.adobe

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