Rauf aufs Wasser: Stand Up Paddling

Noch vor wenigen Jahren staunten Badegäste nicht schlecht, wenn Paddler aufrecht stehend durchs Wasser glitten. Einst eine Fortbewegungsform polynesischer Kanufischer, ist heute das Stand Up Paddling (SUP) aus dem gesunden Wassersport nicht mehr wegzudenken. Man braucht weder Wind, Wellen noch einen Kurs. Nahezu alle Gewässer eignen sich dafür. Wer über ein SUP-Board mit Paddel verfügt oder dieses beim Verleih besorgt, kann direkt starten.

Das ganzheitliche und gelenkschonende Ausdauertraining ist ideal für den ganzen Körper, denn es kräftigt die Oberkörpermuskulatur sowie Bauch und Rücken. Das Stehen und ständige Ausbalancieren auf dem Brett trainieren Gleichgewicht und Beine. Die Sportler selbst bestimmen dabei das Level: Entweder sie paddeln kraftvoll und schnell oder eher gemütlich – ob auf Seen, Bächen, Flüssen, in Meeresbuchten. Die Einheiten reichen von leichten Kurztrips über Wettbewerbe mit langen Distanzen, Spaß mit Freunden und Familie, bis hin zum Wellenreiten. Für den Wettkampfsport haben sich v. a. Stand Up Paddle Surfing (Wellenreiten) und Distance Stand Up Paddling bewährt.

Die Brettgröße bewegt sich zwischen 1,80 m und 4 m. Für Einsteiger eignen sich größere Varianten. Um zu starten, steht man aus der knienden Position auf oder springt aus kurzer Distanz gleichzeitig mit beiden Füßen auf das Brett. Wenn man sich schulterbreit aufgestellt hat, hält man das Paddel mit beiden Händen fest, um den Körper in der Balance zu halten, und beginnt – kräftig und großzügig am Körper vorbei – zu paddeln. Ein regelmäßiger Seitenwechsel des Paddels ermöglicht einen geraden Kurs. Das Board sollte dabei möglichst senkrecht zu den Wellen stehen, um nicht zu stark zu schaukeln. Wenn der Gegenwind die Fahrt behindert, paddelt man kniend oder liegend (mit den Armen). Mit drei bis vier Rückwärtspaddelschlägen lassen sich schnelle Wenden durchführen. Zurück am Ufer, springt man mit beiden Beinen gleichzeitig seitlich vom Brett.

Am Anfang kann es schwerfallen, das Gleichgewicht zu halten, wodurch es dann zu einer unfreiwilligen Wasserlandung kommt. Nach den ersten „Reinfällen“ gelingt das Paddeln jedoch immer müheloser, sodass die Wassersportler bald gemeinsam auf dem Brett stehen, kleine Kunststücke vollführen oder auf Wellen surfen können.

Quellen: www.text-gesundheit.de, www.german-sup-challenge.com

Foto: Alexander Rochau, AdobeStock

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