Rodeln: Besser mit Helm

Gesperrte Skigebiete, gute Schneeverhältnisse und ein Verbot vieler anderen Aktivitäten sorgen für großes Interesse am Rodelvergnügen. Eine amerikanische Untersuchung bestätigt jedoch erneut, dass dieses einige Gefahren birgt: Von 2008 bis 2017 wurden 220.488 Patienten in US-Notaufnahmen wegen Verletzungen im Zusammenhang mit Rodeln behandelt – Minderjährige fast siebenmal häufiger als Erwachsene.

Die Mehrheit der Patienten wurde infolge einer Kollision verletzt (63 %), z. B. wenn sie mit einem Objekt zusammenstießen (47 %), auf dem Boden aufschlugen (16 %) oder auf eine andere Person (10 %) oder einen Schlitten (7 %) prallten. Fast 82 % der Kinder, die wegen einer Rodelverletzung behandelt wurden, erlitten eine Kopfverletzung.

„Obwohl wir uns darüber gefreut haben, dass die Zahl der Verletzungen im Zusammenhang mit Rodeln in den letzten Jahren zurückgegangen ist, sind diese Verletzungen immer noch zu häufig“, betont Dr. Lara McKenzie, PhD, MA, leitende Autorin der Studie.

Experten geben folgende Tipps, um das Rodeln sicherer zu machen:

  • Helm tragen (Schneesporthelm oder Fahrradhelm)
  • Sicherer Schlitten mit höchstens zwei Personen, Füße zeigen talwärts.
  • Ein sicherer Rodelberg sollte frei von Hindernissen und Fahrzeugen sein und am Ende ausreichend Platz zum Auslaufen lassen.
  • nur bei Tageslicht fahren
  • Kinder sollten in Anwesenheit von Erwachsenen fahren und das Abrollen lernen, für den Fall dass der Schlitten zu schnell wird oder ein Zusammenstoß droht.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de

Foto: © greg569 - stock.adobe

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