Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit

Eigene Kinder gehören für die meisten Menschen zum Leben dazu. Doch bei etwa jedem zehnten Paar zwischen 25 und 59 Jahren stellt sich trotz Verzicht auf Empfängnisverhütung keine Schwangerschaft ein. Dies betrifft in Deutschland 1,5–2 Millionen Paare und kann erheblichen seelischen Druck mit sich bringen. Viele Ursachen spielen dabei eine Rolle, darunter Lebensalter, Stress, Leistungssport, Über- oder Untergewicht, anatomische Abweichungen oder Entzündungen im Bereich von Gebärmutter, Eileitern oder Eierstöcken. Bei Männern besteht häufig eine verminderte Spermienqualität oder -produktion.

In vielen Fällen führen Beratungsangebote und medizinische Hilfen dennoch zu einer Schwangerschaft. Diese werden jedoch häufig zu spät in Anspruch genommen. Reproduktionsmedizinische Behandlungen (Stichwort: Künstliche Befruchtung) können außerdem zusätzlich finanziell, körperlich und seelisch belasten. Deshalb hat das Bundesfamilienministerium im letzten Jahr die Bundesinitiative "Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit" gestartet. Ziel ist es, Kinderwunschpaaren eine ergänzende finanzielle Unterstützung zu ermöglichen. Außerdem wurde das Angebot einer begleitenden psychosozialen Beratung verbessert und das Thema durch bessere Aufklärung über Ursachen und Folgen ungewollter Kinderlosigkeit weiter enttabuisiert.

Dank des medizinischen Fortschritts stehen ungewollt kinderlosen Paaren heute verschiedene Maßnahmen der künstlichen Befruchtung zur Verfügung, um sich den Kinderwunsch vielleicht doch noch zu erfüllen. Voraussetzung für die Bewilligung der Bundesmittel ist, dass sich das jeweilige Bundesland mit einem eigenen Landesförderprogramm entsprechend beteiligt. Dies ist auch für unverheiratete Paare möglich, die in einer auf Dauer angelegten nicht ehelichen, heterosexuellen Lebensgemeinschaft leben. Hier geht es zum Fördercheck: https://www.informationsportal-kinderwunsch.de/unterstuetzung-foerder-check/

Beim Informationsportal Kinderwunsch des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Interessenten unter www.informationsportal-kinderwunsch.de außerdem Infomaterialien und eine Datenbank mit Beratungsstellen vor Ort.

Quelle: http://www.informationsportal-kinderwunsch.de

Foto: © terovesalainen, Stock Adobe

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