Vogelbeeren: Schon probiert?

Glauben auch Sie, dass Vogelbeeren giftig sind? Dann teilen Sie diesen Irrtum mit den meisten anderen Menschen. Denn die kleinen, orangegelben bis roten Früchte der Eberesche sind nicht nur essbar, sondern lassen sich hervorragend zu Marmelade, Gelee, Kompott, Sirup, Saft oder Likör verarbeiten. Durch das Erhitzen wird die bittere Parasorbinsäure in die gut verträgliche Sorbinsäure umzuwandeln. Dadurch verschwindet der herbe, bittere Geschmack.

Vogelbeeren schmecken auch in Gebäck und Kuchen. Für ein leckeres Mus werden die Früchte über Nacht in Wasser mit einem Schuss Essig eingeweicht. Anschließend abseihen, mit wenig Wasser weichkochen und durch ein Sieb passieren. Wer mag, kann das Vogelbeerenmus mit mild schmeckenden Früchten wie Äpfeln, Quitten oder Birnen mischen und mit Zimt und Kardamom würzen. Anschließend weitere 15 Minuten leicht köcheln und in Gläser umfüllen.

Die getrockneten Beeren können auch Früchte- und Kräutertees beigemischt werden. Ein Vogelbeer-Chutney mit Zwiebeln, Tomaten, roter Paprika und Rosinen passt hervorragend zu Weichkäse und Wildgerichten. Nebenbei ist das Wildobst sehr gesund und enthält reichlich Vitamin C (80–100 mg pro 100 g Beeren), Provitamin A, ätherische Öle, Ballaststoffe wie Pektin und wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Ein Mus aus Vogelbeeren soll gegen Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden helfen. Zudem werden die Früchte in der Volksmedizin bei Erkältungskrankheiten, Rheuma und Gicht eingesetzt.

Die Eberesche, wie die Vogelbeere eigentlich genannt wird, gehört zur Familie der Rosengewächse und ist in ganz Europa verbreitet. Sie wächst bevorzugt an warmen Waldrändern, Kahlschlägen und in Hecken. Auch Vögel und Kleinsäuger lieben ihre Früchte. Mit den ersten Frösten schmecken diese süßer und weniger bitter, enthalten aber auch weniger Vitamin C. Vor der Zubereitung werden die Beeren gründlich gewaschen und von den Dolden gezupft.

Quelle: www.bzfe.de

Foto: efired - stock.adobe.com

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