Zehn Tipps gegen Erkältung

Für viele Menschen ist die kalte Jahreszeit auch eine Erkältungszeit. Doch einige wenige Maßnahmen reduzieren die Zahl und Dauer der Infektionen deutlich.

1. Warme Kleidung auch drinnen

Viele Menschen sind im Winterhalbjahr zu leicht angezogen, insbesondere in Räumen. Ob zu Hause oder im Büro: Socken, Schuhe, Pulli, Unterwäsche und Schal sollten den Körper ausreichend wärmen.

2. Trocken statt feucht

Feuchte Haare oder Kleidung kühlen den Körper aus. Denn Wasser entzieht ihm 20-mal mehr Wärme als Luft. Dies gilt auch für kalte Oberflächen, z. B. Fußböden oder Sitzflächen. Daher sollte man immer trocken unterwegs sein.

3. Fußbad heizt dem Körper ein

Wer ständig kalte Füße hat oder schnell fröstelt, stellt einfach die Füße 2- bis 3-mal täglich 10 Minuten in eine Wanne oder einen Eimer mit 20 cm sehr warmem Wasser (evtl. heißes Wasser zugießen, solange es angenehm ist).

4. Lindenblüten, Ingwer & Co.

Kaum etwas wärmt den Körper besser als eine frisch aufgegossene Tasse Lindenblütentee, ebenso in Maßen herzhafte Würzmittel wie Meerrettich, Ingwer, Kapuzinerkresse, Curry oder Chili.

5. Kältereize

Kälte ist im Winter durchaus gesund – solange sie nicht zu Frösteln führt. Dies gilt für die Bewegung im Freien ebenso wie für den kalten Guss nach dem Duschen oder der Sauna. Man sollte sich nachts auch nicht zu warm zudecken und Räume nicht zu stark beheizen (maximal 22 °C).

6. Hygiene

Zum Schutz vor Infektionen gilt: Trinkgefäße, Besteck usw. nicht mit anderen teilen, überfüllte Räume und enge Kontakte während der Infektionswellen meiden, Niesen und Husten abgewandt in den Ellenbogen. Nach dem Berühren von anderen Händen oder viel benutzten Flächen sollte man bis zum nächsten gründlichen Händewaschen weder Gesicht noch Essen berühren.

7. Atemwege befeuchten

Die Winter- und Heizungsluft trocknet verstärkt Nase, Hals und Bronchien aus. Neben sparsamem Heizen eignen sich ein kleines feuchtes Handtuch über der Heizung, regelmäßiges Stoßlüften und milder Kräutertee zum Befeuchten der Atemwege.

8. Bewegung und Schlaf

Jede Form von Bewegung unterstützt das Immunsystem, wenn sie nicht zu heftig ausgeführt wird, ob Radfahren, Fitnessstudio, Langlauf, Nordic Walking, Schwimmen, Wandern oder Ballsport. Dies gilt auch für ausreichenden Schlaf – im Winter eine halbe Stunde länger als im Sommer.

9. Bunte Ernährung

Die Ernährung sollte reichhaltig und abwechslungsreich ausfallen, um genug Vitamine und Mineralien zu liefern (z. B. Vitamin D, Folsäure, Magnesium). Auch im Winter gibt es dazu jede Menge Gemüse aus der Region, z. B. Kürbis, Rosenkohl, Feldsalat, Wirsing, Chicorée, Rot- und Grünkohl, Lauch, Rote Bete, Schwarzwurzel, Pastinake sowie Lageräpfel und -kartoffeln.

10. Im Erkältungsfall: wärmen, ruhen, trinken

Wer dennoch durch Schnupfen oder Husten geplagt wird, sollte gut lüften, öfter an die frische Luft gehen, viel trinken, den Körper warm halten (v. a. Füße) und ausreichend ruhen und schlafen. Beim Niesen und Ausschnäuzen die Nase nicht zudrücken, um den infektiösen Nasenschleim nicht in die Nebenhöhlen zu pressen. Bei Schnupfen ist Sport i. d. R. unbedenklich, bei Husten oder Fieber hingegen ein Herzrisiko!

Nasenspray mit physiologischer Kochsalzlösung besänftigt die Schleimhäute im Infektionsfall ebenso wie Tees z. B. mit Fenchel, Süßholz, Thymian und Spitzwegerich. Bei Husten helfen auch Hühnersuppe und der bewährte Zwiebelsirup: Klein gewürfelte Zwiebel 45 Minuten in Honig legen, dann absieben und teelöffelweise über den Tag verteilt trinken. Warme gewürfelte Zwiebel lässt sich in einem Socken oder Tuch auch auf Ohr oder Brust legen (30 Minuten). Medikamente sind bei Erkältung hingegen meist nicht notwendig.

Quelle: www.text-gesundheit.de

Foto: © Drobot Dean - stock.adobe

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